Brautkleider – Mode für die Braut
So zahlreich die Figuren und Proportionen der Bräute sind, so groß ist die Auswahl bei den Schnitten des Kleids. Problemzonen lassen sich durch eine geschickte Auswahl des Modells sehr gut kaschieren. Besonders beliebt ist der Empire-Schnitt, der auch gerne von schwangeren Frauen getragen wird. Die hohen Taillennähte und die fließenden Röcke des Empire-Kleids, können einen kleinen Bauch fast unsichtbar werden lassen. Duchessekleider und A-Formen betonen nicht nur das Dekolleté der Braut, sondern lassen sie auch optisch größer erscheinen als sie tatsächlich sind. Teilweise werden die Kleider aufwändig bestickt, und verleihen so ein extravagantes Auftreten.
Die Braut, die sich keine Sorgen um ihre Figur machen muss, kann auch auf sehr enge und figurbetonende Brautkleider zurückgreifen, wie zum Beispiel ein so genanntes “Meerjungfrauen”- oder Sanduhrenkleid. Die Brautmode ist im Laufe der Zeit immer mehr auf die besonderen Bedürfnisse, kräftiger Frauen eingegangen und bietet hier eine große Auswahl. Diese Kleider fallen oftmals etwas einfacher aus und sind nicht so aufwändig verziert, um Problemzonen nicht besonders zu betonen. Besonders langen Kleidern gelingt es zudem, kleinere Frauen etwas größer erscheinen zu lassen. Das die Braut ganz in weiß vor den Altar tritt, ist erst seit dem 19. Jahrhundert üblich. In den Jahren davor, waren die Brautkleider in Schnitt und Farbe der aktuellen Mode angepasst, teilweise wurde, aus Geldmangel, einfach auf die festliche Sonntagskleidung zurückgegriffen.
Das traditionelle helle Brautkleid, geht vermutlich auf Maria von Medici zurück, die 1600 die Ehe mit Heinrich IV. von Frankreich einging. Etwa 200 Jahre nach Maria von Medici, war es ein den meisten Gesellschaftsschichten üblich, ein weißes Kleid als Zeichen der Reinheit zu tragen. Noch heute wird das weiße Brautkleid gerne und oft genutzt, dennoch haben die Ehepartner mittlerweile ein sehr viel größere Freiheit, was die Auswahl der Festtagskleidung angeht. Besonders bei standesamtlichen Trauungen, wird sich oftmals unkonventionellen Schnitten und Farben angenommen.
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